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Begegnung

Wir begegnen einander
auf dem goldenen Bogen.
Beryll.-

Da ist zu viel Leben,
zu viel Leben, mein Schmerz.
Ich freue mich auf meinen Tod.

Wer von uns dreien bin ich jetzt?
La?t uns schlafen,
schlafen.

So schwer tr?gt das Herz,
la? es ruhn.

Ja, la? uns schlafen die Nacht
auf dem goldenen Bogen,
zu empfangen des Morgens
Beryll.-
16.12.04 20:27


Astronauten

"Die Leere des Geschehenen und die beunruhigende Unsicherheit des Nichtgeschehenen als st?ndige Wiederholung.".Dazai Osamu ?Sado? (ostasiatische Hefte Nr 35) mit Bezug auf Jakob Wassermannn

Auf der Umlaufbahn zu weit hinaus geschleudert in die Einsamkeit

Der japanische Dichter findet nicht zur?ck. Er st?rzt sich aus der H?he der Vorzeit in das Meer von pechschwarzer Tusche. Ein Schneewehen aus den Buchstaben seiner gefrorenen Sehnsucht wirbelt hinaus in die Nacht.

Hans stellt die Lidl-T?te ab, um einen Schluck schmerzloses Vergessen zu sich zu nehmen. Er sieht die Erde, um die sich der Mond dreht, dieses faule Versprechen. Verbrannt von der Ber?hrung der Menschen, ausgebrannt von w?tenden Verteidigungsk?mpfen und ins Leere flackernden Leidenschaften, tastet er in der Asche nach einer Schlafstatt.

Das Kind des Rabbi schlie?t den Deckel ?ber dem Buch von Auschwitz. Die Emp?rung hat ihre Stimme verloren. Aus den Falten und Rissen in der Haut eines in die W?ste ausgelaufenen Lebens starren die unausl?schlichen Blicke der in die ?tzenden Wasser der Interpretationen gedr?ckten Anklagen all dieser. All Dieser.

Aber der Wind lacht und lacht.

Da ruft es aus den unter der Kruste leuchtenden Gottesfunken der Chassidim, aus den Reflexen ?ber den Schaumkronen des Meeres, aus der Glut unter der Asche einer M?lltonne: Du.-

Sei mein Zeuge. Halte fest an mir. H?re und sage es weiter und weiter. Begleite mich ? von ferne. So sei mir nah.

Aus dem Lachen eines neu geborenen Tages,
-eines neugeborenen Herzens.

26.12.04 Klaus Wachowski
26.12.04 20:09


Hereinst?rzende Welle

Hereinst?rzende Welle,
Angst oder Einsamkeit.
Es wiegt mich,
es wirft mich hinab.

Wegweiser im Nebel,
kann ich Dir trauen?
Ich warte und warte,
vergesse das Wort.

Im Bett h?pft das Kind,
Freude und Dank.
Ich lache, lache
innen und hell.

Dann reden wir wieder,
und Himmel und Meer werden weiter .
Was f?r ein Wunder:
Du!- Und auch Leben.

27.12.04 Klaus Wachowski
27.12.04 19:36





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